Alien Special Teil 1-4 (Unser Gast: Tim von Monster, Mythen, Vollidioten)

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von Marc

Willkommen zu Folge 80 im Streamkaffee.

Überblick über die vier Filme

 Im ersten Film „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ kommt die Crew des Frachters Nostromo durch einen Notruf auf einen Mond, auf dem ein Organismus eine Crewmitglied befällt und sich als tödlicher Xenomorph an Bord entwickelt. Nach und nach wird die Crew der Nostromo dezimiert und Ripley muss um ihr Überleben kämpfen.

„Aliens – Die Rückkehr“ spielt Jahre später auf eine Kolonie des gleichen Mondes, die den Kontakt zum Konzern Weyland Yutani verliert. Ripley kehrt als Beraterin von Marines zurück, die im Auftrag von Weyland Yutani herausfinden sollen, was mit den Kolonisten geschehen ist. Sie finden nur Trümmer und ein überlebendes Mädchen namens Newt. Ein Überlebenskampf gegen eine ganze Xenomorph‑Population und ihre Königin beginnt.​

„Alien 3“ setzt Ripley auf einem Strafplaneten ab, nachdem ihre Rettungskapsel abgestürzt ist, wobei sich erneut ein Alien entwickelt, das in der kargen Gefängnisumgebung Jagd auf die Insassen und Ripley macht. Ripley entdeckt, dass sie selbst eine Alien‑Königin in sich trägt. Der Überlebenskampf beginnt von neuem.

In „Alien: Die Wiedergeburt“ wird Ripley Jahrhunderte später als Klon mit Alien‑DNA auf einem Militärschiff neu erschaffen, damit Wissenschaftler aus der in ihr heranwachsenden Königin eine kontrollierbare Waffe machen können, was natürlich in einem weiteren Ausbruch der Kreaturen und grotesken Mutationen endet.​ Ein Team von Weltraumpiraten unterstützen Ripley in ihrem Kampf diesmal, obwohl sie weniger Hilfe braucht als je zuvor.

Ellen Ripley als roter Faden

Ellen Ripley ist die Konstante der vier Filme und wächst von einer vergleichsweise unauffälligen Offizierin zu einer der ikonischsten Figuren des Genrekinos. Im ersten Teil ist sie noch Teil eines Teams, das Kommando entsteht aus der Situation heraus, weil sie rational bleibt, Regeln ernst nimmt und am längsten Widerstand gegen das Chaos leistet.​

In „Aliens“ wird sie zur traumatisierten Überlebenden, deren Warnungen ignoriert werden, bis sie sich erneut der Bedrohung stellen muss und dabei zur entschlossenen Kämpferin und Ersatzmutter für Newt wird. „Alien 3“ zeigt sie gebrochen, aber klarer denn je, dass der Konzern und die Aliens nur durch ihr Opfer gestoppt werden können, während „Alien: Die Wiedergeburt“ mit einer sehr ungewöhnlichen fast schon verstörenden Ripley spielt, die körperlich übermenschlich, moralisch, aber ambivalent wirkt.​

Kameraarbeit und Stil im ersten Teil

Ridley Scotts „Alien“ setzt stark auf Enge, Dunkelheit und langsame Kamerafahrten durch die Gänge der Nostromo, wodurch der Zuschauer das Schiff fast körperlich erfährt. Die Bildgestaltung nutzt Schatten, Nebel und industrielle Strukturen, um den Xenomorph oft nur schemenhaft zu zeigen, was den Horror aus der Unsichtbarkeit und aus der Erwartung entstehen lässt.​ Die Kamera bleibt häufig auf Augenhöhe mit der Crew und vermeidet große Totale, sodass das Raumschiff weniger wie ein majestätisches Sci‑Fi‑Objekt, sondern eher wie eine bedrückende Arbeitsumgebung wirkt. Diese Nähe verstärkt den Eindruck, dass die Figuren buchstäblich in einem Stahlkörper gefangen sind, in dem das Monster überall lauern könnte.​

Visueller Wandel in „Aliens“

James Cameron weitet die Bildsprache zu einem Kriegsfilm im All aus, mit dynamischen Steadicam‑Bewegungen, Nachtsicht‑Optiken und viel mehr Action in den Korridoren und Schächten der Kolonie. Die Kamera begleitet Truppbewegungen, zeichnet Panik in engen Räumen und setzt vermehrt auf subjektive Perspektiven, etwa durch Helmkameras, um das Chaos der Gefechte zu vermitteln.​ Gleichzeitig kommen klassische Suspense‑Momente nicht zu kurz, denn viele Einstellungen bleiben bewusst dunkel und arbeiten mit Blinklichtern und Rauch, sodass Bewegungen der Xenomorphen oft erst im letzten Moment erkennbar sind. Das Zusammenspiel von Militärtechnik, Monitorbildern und klaustrophobischen Gängen verbindet den Action‑Ansatz mit der Bedrohlichkeit des Originals.​

Bildsprache von Teil 3 und 4

„Alien 3“ legt einen braun‑grauen, fast schon mittelalterlich wirkenden Farbfilter über die Strafkolonie, die wie eine Mischung aus Kloster und Raffinerie wirkt. Viele Einstellungen nutzen Weitwinkel in engen Räumen, wodurch die verzogenen Perspektiven das Gefühl von Unbehagen und religiöser Düsternis verstärken.​

„Alien: Die Wiedergeburt“ arbeitet dagegen mit feuchter, organisch anmutender Sci‑Fi‑Optik, in der Labore, Gänge und sogar Gefängnisbereiche wie lebendige, schmutzige Maschinen wirken. Die Kamera nimmt sich Zeit für Körperlichkeit – Schweiß, Blut, Flüssigkeiten im Schwerelose‑Wasser und betont damit die biologische Grenzüberschreitung, die durch Klonen und Hybridwesen thematisiert wird.​

Entwicklung der Themen über die Reihe

Über alle vier Teile hinweg verschieben sich die Schwerpunkte von reinem Survival‑Horror über Kriegsfilm und nihilistisches Gefängnisdrama hin zu Körper‑ und Identitätshorror. Zentrale Motive wie Konzerngier, Ausbeutung von Leben als Ressource und Misstrauen gegenüber Technologie bleiben jedoch konstant und werden in jedem Film neu variiert.​ Ripley dient als Seismograf dieser Entwicklungen: Vom arbeitenden Menschen, der zwischen Befehlskette und moralischer Intuition steht, zur Kriegerin, zur Märtyrerin und schließlich zur Figur, deren Existenz selbst die Grenzen von Spezies und Autonomie infrage stellt. Dadurch wirkt die Reihe trotz wechselnder Regisseure und Töne wie eine zusammenhängende Erzählung über den Preis von Kontrolle und das Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen.

Darsteller:

  • Sigourney Weaver
  • Tom Skerrit
  • Ian Holm
  • Harry Dean Stanton
  • John Hurt
  • Veronica Cartwright
  • Yaphet Kotto
  • Bolaji Badejo
  • Helen Horton
  • Lance Henriksen
  • Charles Dance
  • Winona Ryder
  • Ron Perlman

Regie:                                                                                        

  • Ridley Scott
  • James Camron
  • David Fincher
  • Jean-Pierre Jeunet

Erscheinungsjahr:

  • 1979
  • 1986
  • 1992
  • 1997

Länge:

  • 117 Minuten
  • 137 Minuten
  • 114 Minuten
  • 104 Minuten

Zu sehen:

  • Auf Disney Plus

Produktionskosten:

  • 11 Millionen US Dollar
  • 18,5 Millionen US Dollar
  • 50 Millionen US Dollar
  • 70 Millionen US Dollar

Einspielergebnisse:

  • 108,6 Millionen US Dollar
  • 131,1 Millionen US Dollar
  • 159,8 Millionen US Dollar
  • 161,4 Millionen US Dollar

IMDb:

  • 8,5 / 10
  • 8,4 / 10
  • 6,4 / 10
  • 6,2 / 10

Rotten Tomatoes:

  • 93 %
  • 94 %
  • 44 %
  • 55 %

Popcornmeter:

  • 94 %
  • 94 %
  • 46 %
  • 39 %

 

Stand 14.12.25

Wie hat euch die Alien Reihe 1-4 gefallen? Lasst gerne euren Kommentar da.

Schnappt euch einen Kaffee oder ein anderes Getränk und hört euch Folge 80, im Streamkaffee an. Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.

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