von Marc
Willkommen zu Folge 76 im Streamkaffee.
Dan und die Yautja
Als Dan Trachtenberg das Predator Universum übernommen hat, war es in keinem guten Zustand. Seit er Prey und Killer of Killers inszeniert hat, scheint es aufwärtszugehen mit dem Franchise. Kann er diesen Trend mit Predator: Badlands fortsetzen oder bricht der Film in Qualität und Story ein? Der Film steigt mit dem Kodex der Yautja ein, in dem wir erfahren, was wir bereits immer wussten. Yautja jagen alleine, Ehre ist wichtig, Schwäche zählt als Schande und nur der Sieger darf seine Geschichte erzählen. Nach dieser kurzen Einführung treffen wir auf das Brüderpaar Dek und Kwei, die einen Trainingskampf haben. Kurz darauf will der Vater der beiden, dass Kwei den kleineren, weniger Talentierten und ungeliebten Sohn, Dek tötet. Kwei weigert sich und ermöglicht seinem Bruder, auf Kosten seines Lebens, die Flucht, um einen Gegner zu jagen, vor dem selbst dem Vater größten Respekt hat. Dek stellt sich auf dem Planeten Genna, diesem bisher unbesiegten Gegner und trifft dabei auf die Synthetin Thia, die von Elle Fanning gespielt wird. Dek nutz die Synthetin nur als „Werkzeug“ um seinem Gegner näher zu kommen, da diese sich besser auf Genna auskennt. Auf ihrer Suche treffen die beiden noch auf ein Lebewesen, dass von Thia den Namen Bud bekommt. Wie diese Gruppe gemeinsam den Gegner, einen Kalisk findet und ob Dek sich seinen Platz im Clan verdient und diesen einnehmen kann, kann man im Augenblick im Kino sehe.
Neue Sichtweisen für Predatoren
Dan Trachtenberg schafft es in kurzer Zeit, das Ruder einmal rumzureißen. Innerhalb weniger Sekunden hat man für den bisherigen Antagonisten, einen Predator, Sympathien und hält zu ihm. Der Fokus liegt in diesem Film vollkommen bei dem Predator, der sich noch nicht als Yautja bezeichnen darf und dies auch nicht will, da er die Regeln des Clans akzeptiert und respektiert. Wir bekommen einen Charakterentwicklung geboten, die ebenfalls nicht den üblichen Mustern folgt, denn die Jagd auf den Gegner, der als nicht besiegbar gilt, nimmt unerwartete Formen an, mit denen man zu beginn nicht gerechnet hat. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Jagd, sondern auch Familie, Ehre und die Erkenntnis, dass in der Welt der Yautja, die Familie dem Clan unterstellt ist. Dek der als kleiner Predator mit weniger Muskelmasse und seinen vermeintlichen Fehlern gewinnt im Film immer mehr die Erkenntnis, was Loyalität zu seinem Clan bedeutet und warum der Clan für ihn das Wichtigste ist. Dinge, die zu Beginn seiner Reise unmöglich waren, sind gegen Ende selbstverständlich. Thia die von Elle Fanning gespielt wird, hat in diesem Film eine Doppelrolle. Auf die zweite Rolle wollen wir hier nicht eingehen. Thia ist der Schlüssel für den Erfolg von Dek und der Grund für seine Erkenntnis. Ununterbrochener Humor durch die Figur, Thia, sorgt für den ein oder anderen Lacher, kommt aber nicht in jeder Situation an. Trotzdem haben wir diese Figur nicht als nervig empfunden. Sie hat auf dem Planeten bisher soviele Erkenntnisse sammeln können, dass sie von unschätzbarem Wert für den jungen Krieger ist.
Teilweise zuviel Nähe, aber mit tollen Bildern
Die Kameraarbeit ist nicht immer perfekt. In Action Szenen ist sie manchmal einfach zu nah dran am Geschehen und so verliert man das ein oder andere Mal den Fokus und kann nicht klar erkennen, was ist gerade passiert. Trotzdem sieht die Optik im Film sehr gut aus. Der Planet ist sehr schön gestaltet, ist aber nichts, was wir bereits in anderen Filmen gesehen hätten. So wirkt die Landschaft manchmal so, als wären wir in der Nachbarschaft, der Sullys, auf Pandora. Trotzdem schafft Dan Trachtenberg es, das ein oder andere Element einzusetzen, dass wir noch nicht gesehen haben, was die Umgebung spannend hält. Die Plastischen Masken tragen ihres dazu bei, dass der ganze Film neben dem CGI sehr hochwertig wirkt. Die Musik wirkt teilweise düster und Actiongeladen, passt also perfekt zum Predator.
Für uns ist der Film stimmig und macht viele Richtig. Wer einen Splatterfilm erwartet hat, wird enttäuscht werden. Die Story ist nichts neues, aber sehr spannend erzählt. Der Humor ist gut eingesetzt und nicht übertrieben, er fügt sich gut in die Storyline ein. Wenn ihr Predator: Badlands noch nicht gesehen habt, dann könnt ihr ihn euch jetzt noch im Kino ansehen.
Darsteller:
- Dimitrius Schuster-Koloamatangi
- Elle Fanning
- Michael Homick
- Reuben De Jong
- Cameron Brown
Regie:
- Dan Trachtenberg
Drehbuch:
- Dan Trachtenberg, Patrick Aison
Filmstudio:
- 20th Century Studios
Erscheinungsjahr:
- 2025
Länge:
- 107 Minuten
Zu sehen:
- Im Kino
Produktionskosten:
- 105 Millionen US Dollar
Einspielergebnisse:
- 136,5 Millionen US Dollar
FSK:
- 16 Jahre
IMDb:
- 7,6 / 10
Rotten Tomatoes:
- 85 %
Popcornmeter:
- 96 %
Stand 18.11.25
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