von Marc

Willkommen zu Folge 75 im Streamkaffee.

Nahe am Original von Mary Shelly

Guillermo del Toro, ein Regisseur, der für tiefgründige Geschichten steht und dabei gerne mit Monstern, Geistern und klassischem Horror arbeitet. Er setzt dabei sein handwerkliches Geschick mit Liebe zum Detail, besonders bei den Monstern ein, was seinen Filmen eine besondere Qualität verleiht. Auch in seinem neuesten Werk, Frankenstein, nutzt del Toro diese Elemente und setzt das Monster, oder wie es in diesem Film heißt, die Kreatur, gekonnt in Szene. Der Film hält sich nah an der Originalvorlage von Mary Shelly aus dem Jahre 1816. Eine Geschichte die jedem Bekannt sein sollte. Victor Frankenstein, der getrieben von seinem Vater, der keine Schwäche duldet und „der Chirurg“ seiner Zeit ist, will seinen Vater überflügeln, nachdem dieser den Tod der Mutter bei der Geburt des zweiten Kindes, William, nicht verhindern konnte. Victor fasst den Plan leben zu schaffen. Jahre nachdem der Vater verstorben ist, hat Victor sich einen Namen gemacht. Er stellt seine Ergebnisse 1855 beim Royal College of Surgeon of Edinburgh vor. Doch seine Experimente werden nicht gerne gesehen und gelten als Gotteslästerung, denn nur Gott könne Leben schaffen. Der Waffenhändler Harlander, ist von den Forschungen des Chirurgen Frankenstein begeistert und bietet ihm unbegrenzte Mittel für seine Forschungen an.

William Frankenstein ist zufälligerweise mit der Nichte von Harlander verlobt, die junge Elisabeth. William wird beauftragt, einen Turm für Victor so vorzubereiten, dass dieser seine Experimente durchführen kann, was mit einem zunächst grandios Geglaubten Ergebnis stattfindet. Doch Victor ist nach seinem Erfolg, nicht von seiner Schöpfung angetan und verachtet sie teilweise sogar. Die junge Elisabeth hat dagegen einen recht großen Einfluss auf die Kreatur. Doch Victor will alle Beweise und die Kreatur vernichten, was ihm nicht gelingt. Die Kreatur kann entkommen aus der Flammenhölle, um von anderen Menschen zu lernen.

Immer wieder die Frage, wer ist das Monster oder ist da mehr?

Del Toro behandelt mit seiner Adaption der Literarische Vorlage nicht nur die Offensichtliche Frage, wer ist hier wirklich das Monster, sondern er behandelt auch die Themen, Vaterschaft und die Konsequenzen daraus, sowie einige Christliche Aspekte. Die Schaffung der Kreatur z.B. geschieht nicht wie üblich in Frankenstein Verfilmungen im Liegen, sondern die Kreatur wird am Kreuz zum Leben erweckt und hat damit Bezüge zu Jesus. Genauso wie sie später im Film lange Haar trägt, um dies noch einmal zu unterstreichen. Del Toro schafft es sehr intensive Bilder zu schaffen, gespickt mit einer Story, die vielleicht etwas lang geraten ist mit 150 Minuten, aber trotzdem beeindruckt. Der Cast, der für sich genommen schon spektakulär ist, tut sein Übriges. Oscar Isaac, der Victor Frankenstein spielt, Jacob Elordi der die Kreatur verkörpert, Mia Goth die eine Doppelrolle hat und die Mutter von Victor spielt, sowie die Verlobte von Victors Bruder. Das ist bereits ein Ensemble, das sich sehen lassen kann, komplettiert wird dies durch Felix Kammerer, der den Bruder William spielt, Lars Mikkelsen verkörpert Captain Anderson und Christopher Waltz, spielt Heinrich Harlander.

Klassische Handarbeit bei Kulissen und Requisiten ist einfach besser

Kameraarbeit, Optik und Kulissen sind hervorragend inszeniert. Das Spiel von Licht und Schatten in einer Gotischen Szenerie, lässt Platz für Interpretation und gibt der Story den Nötigen Rahmen und an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Die CGI Effekte sind bewusst in Maßen eingesetzt. Viel wurde plastisch dargestellt, was besonders die Körperteile der Leichen betrifft, die Victor Frankenstein für seine Experimente nutzt. Die Kostüme sind zeitgenössisch und verstärken den Effekt der Perfekten Illusion. Die Requisiten, wie Operationsbestecke, Maschinen und Apparaturen sehen so aus, als wäre es nie anders gewesen. Insgesamt eine gute Handarbeit, was mal wieder beweist, weniger CGI, wirkt einfach hochwertiger.

Guillermo del Toros Frankenstein ist anders als bisherige Adaptionen und ist kein klassischer Horror, sondern eher eine Reflexion über Verantwortung, Entfremdung und blindem Eifer, ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Monster bekommt man auf jeden Fall, jedoch nicht im Klassischen Sinne. Mitgefühl und Toleranz, sind am Ende der Schlüssel zur Vergebung, doch wer bekommt sie von wem.

Darsteller:                                                                 

  • Oscar Isaac
  • Jacob Elordi
  • Mia Goth
  • Felix Kammerer
  • Lars Mikkelsen
  • Charles Dance
  • David Bradley
  • Christoph Waltz
  • Christian Convery
  • Lauren Collins
  • Ralph Ineson

Regie:                                                                                        

  • Guillermo del Toro

Drehbuch:

  • Guillermo del Toro

Filmstudio:

  • Double Dare You / Netflix

Erscheinungsjahr:

  • 2025

Länge:

  • 150 Minuten

Zu sehen:

  • Auf Netflix

Produktionskosten:

  • 120 Millionen US Dollar

FSK:

  • 16 Jahre

IMDb:

  • 7,7 / 10

Rotten Tomatoes:

  • 85 %

Popcornmeter:

  • 95 %

 

Stand 17.11.25

 

Wie hat euch Frankenstein gefallen? Lasst gerne euren Kommentar da. Schnappt euch einen Kaffee oder ein anderes Getränk und hört euch Folge 75, im Streamkaffee an. Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.

 

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