von Marc

Willkommen zu Folge 63 im Streamkaffee.

Danny Boyle inszeniert wieder Infizierte.

 Der Regisseur Danny Boyle hat 2002 den Film 28 Days Later inszeniert.

Den Nachfolgefilm 28 Weeks Later hatte dann der Regisseur Juan Carlos Fresnadillo unter seinen Fittichen. Nach so langer Zeit dachte Danny Boyle sich, dann doch eine Fortsetzung zu drehen. Drehbuch schrieb neben Danny Boyle noch Alex Garland. Worum geht es in 28 Year Later? Wie der Titel bereits verrät, haben wir 28 Jahre nach Ausbruch der des Virus in England, es weiter mit den Infizierten zu tun. England ist Quarantänezone und Schiffe der umliegenden Nationen Patrouillieren an der Küste, um Flüchtlinge aufzuhalten.

Eine kleine Gemeinschaft hat sich auf eine Insel vor England zurück gezogen, die durch die Gezeiten nur temporär zu betreten ist. Hier lebt Spike mit seinem Vater Jamie und seiner Kranken Mutter Isla. Gespielt wird Spike von dem noch recht unbekannten Alfie Williams. Den Vater verkörpert Aaron Taylor-Johnson und die Mutter wird von Jodie Comer gespielt.

Durch den Vater erfährt Spike von einem Arzt, der in England lebt. Spike macht sich mit seiner Mutter auf den Weg zu Dr. Ian Kelson, der von Ralph Fiennes gespielt wird, in der Hoffnung, dass dieser seine Mutter heilen kann. Während dieser Reise begegnen die beiden einem Soldaten, der sie vor einer Gruppe Infizierter rettet. Dieser Soldat ist mit seiner Einheit vor England gekentert und hat als einziger es Leben bis hierher geschafft. Das Trio findet weitere Infizierte, darunter eine Schwangere Infizierte, die ein gesundes Kind auf die Welt bringt. Bis zu Dr. Ian Kelson, schafft es der Soldat nicht, aber Spike, seine Mutter Isla und das Kind kommen dort an. Nur um von Dr. Ian Kelson, eine Hiobsbotschaft zu erhalten.

Fortsetzung, ohne fortzusetzen?

Wäre dies der Auftakt einer Reihe, so könnte man sagen, der Film ist ganz gut geworden. Die Story ist interessant, aber nicht zu komplex. Die Figuren sind schön dargestellt und jederzeit nachvollziehbar. Wäre es keine Fortsetzung könnte man hier aufhören. Aber leider ist der Film eine Fortsetzung und aus diesem Grund, ist er doch etwas enttäuschend. Wir erfahren sehr viele Dinge, die wir aus der Welt der 28 Reihe schon kennen. Aber haben viele Fragen am Ende des Films, die alle nicht beantwortet wurden. Gibt es keine Wissenschaftler mehr, die noch an einer Heilung forschen. Wo ist das Militär, sind alle Infiziert? Wo ernähren sich die Adipösen Infizierten, die so langsam sind, dass Spike bei ihnen seinen ersten Abschuss üben soll. Da sie gut genährt sind, stellt sich die Frage wie machen die, dass? Und wenn wir bei gut genährt sind, was ist mit den Alphas? Die sehen, wie Athleten aus, die auch noch gesunde Zähne haben, während der Durchschnittsinfizierte total abgemagert ist und nicht mal mehr Kleidung trägt. Der Versuch es über eine Mutation des Virus zu erklären, ist leider doch sehr dürftig und bring keine befriedigende Erklärung. All das hätten wir gerne gewusst. Aber die Welt von 28 Years Later könnte auch 28 Weeks oder Month Later sein. Es spielt keine Rolle, zu welcher Zeit der Epidemie, der Film spielt da wir eine abgeschlossene Story bekommen, die uns keine weiteren Informationen über die Situation der Menschen und der Restlichen Welt und England liefert.

Gut gespielt aber leider nur mäßig interessant.

 Aaron Taylor-Johnson, hat als der Vater Jamie in diesem Film, nur eine Nebenrolle. Aber Aaron Tylor-Johnson gehört nicht ohne Grund, zu den Schauspielern, die wir gerade sehr häufig in Produktionen sehen können. Sein Schauspieltalent ist sehr auf den Punkt. Man merkt ihm seine Verzweiflung an, die er hat. Seine Frau ist schwer krank und er muss die Last tragen, seinen Sohn und die Frau zu versorgen, in einer Menschenfeindlichen Situation. Da kann man verstehen, dass er sich ein wenig Nähe und Körperlichkeit wünscht. Umso weniger überraschend ist es für den Zuschauer, dass Jamie mit einer Frau eine Affäre hat. Für den Sohn Spike, ist das der Grund, alles in Frage zu stellen und aktiv zu werden.

Alfie Williams, der Spike zunächst als ängstlichen Jugendlichen spielt, der großen Skrupel hat einen Infizierten zu töten, stolpert ein wenig durch das Endzeitszenario. Ohne die Erfahrung seines Vaters, wäre er sicherlich bereits im Prolog gestorben.  Umso verwunderlicher ist es, dass die Affäre seines Vaters ihn alles in Frage stellen lässt, dass er sich mit der Mutter auf den Weg zu Dr. Ian Kelson macht. Völlig ohne Erfahrung und eben noch mehr Glück als Verstand, macht er sich mit seiner Mutter auf den Weg. Und tatsächlich, braucht er bereits in der ersten Nacht Hilfe, sonst hätte das Abenteuer bereits hier sein Ende gefunden. Später schaffen Spike und Isla, es nur durch das Zufällige aufeinandertreffen mit dem schwedischen Soldaten, zu überleben. Und letzten Endes braucht Spike das dritte Mal Hilfe, die von Dr. Ian Kelson kommt. So unvorbereitet, wie Spike in dieses Abenteuer stolpert, hat er sehr viel Glück, dennoch wäre es glaubwürdiger gewesen, hätte er zumindest sich über ein Paar Dinge im Vorfeld Gedanken gemacht.

Ralph Fiennes, der Dr. Ian Kelson spielt, scheint der Einzige in dieser Welt zu sein, der die neuen Regeln kennt und damit spielen kann. Er weiß, wie man die Alphas stoppt, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Und er weiß, wie er das Virus von sich fernhält. Seine Skurrile Leidenschaft für Knochen ist zunächst etwas gruselig, aber im späteren Verlauf sogar eine große Ehre für die Verstorbenen. Und Dr. Kelson, macht hier nicht mal einen Unterschied, zwischen Infiziert und Gesund. Ralph Fiennes hat den Spannendsten Charakter in diesem Film, der wohl auch in der Fortsetzung, die bereits in Planung ist, wieder eine Rolle spielen wird.

Kameraschnitte, die gruselig sind.

Bis zum ersten Drittel der Film, bekommen wir immer wieder Kameraschnitte, die eine Art Rückblende darstellen sollen. Der Bildschirm wird rot und in einem übergroßen Zoombild bekommen wir mit vielen nervigen Geräuschen viel Infizierte, an einer Stelle, an der die Protagonisten jetzt stehen. Der Zuschauer soll erfahren, dass es hier schon gefährlicher war. Leider funktioniert dieser Versuche ein wenig Grusel in den Film zu bekommen, so gar nicht. Nein es ist eher nervig. Trotzdem sind die Landschaften in England sehr schön. Wir bekommen tolle Aufnahmen in den Wäldern und auch ein paar an der Küste. Die Kamera folgt den Protagonisten und Zombiefilm üblich bekommen wir öfter einen Blick auf den Bereich hinter der Figur, die uns vorwarnen soll.

Die Kostüme, zumindest der Gesunden, sind gut getroffen. Leicht verschmutzt so wie es wohl in einer solchen Lebenssituation wäre. Umso verwunderlicher ist die Gang am Ende des Films, die Hochglanzjogginganzüge tragen, bei denen man den Weichspüler noch fast riechen kann. Die Kulissen sind perfekt und sehr glaubwürdig. Ein Zug, den sich die Natur teilweise zurück geholt hat, wirkt dabei so realistisch, dass man wirklich glaubt, die Gruppe ist in einer Endzeitsituation.

Leider wenig neues auf der Insel.

Leider sind wir etwas enttäuscht, gerne hätte wir mehr Informationen über die Welt aus 28 gewünscht. Denn im Prinzip hätte diese Story in jeder Welt und auch bereits nach 28 Monaten in diesem Universum erzählt werden können. Der Umstand, dass dieser Film nach 28 Jahren des Ausbruchs stattfindet, hat leider keine Relevanz. Der Auftritt von Jimmy, am Ende des Films lässt deutlich erkennen, dass man noch mehr mit dem Universum vor hat. Aber ob die Figur, die sehr übertrieben wirkt gefällt? Da haben wir wieder das Thema Kleidung. Wo haben die Fabrikneue Trainingsanzüge her? Ein Cameo von Cillian Murphy hätte vielleicht ein wenig die Verbindung zum den Teilen davor hergestellt. Ob wir uns auf die Fortsetzung der Fortsetzung freuen, können wir aktuell leider noch nicht sagen. Trotzdem ist es ein gut gemachter Film, den man sich mal anschauen sollte. Besonders wenn man die Teile davor schon gesehen hat.

Darsteller:                                                                 

  • Aaron Taylor-Johnson
  • Alfie Williams
  • Ralph Fiennes
  • Jodie Comer
  • Edvin Ryding
  • Chi Lewis-Parry
  • Jack O’Connell

 Regie:                                                                                        

  • Danny Boyle

Drehbuch:

  • Alex Garland und Danny Boyle

Filmstudio:

  • Columbia Pictures

Erscheinungsjahr:

  • 2025

Länge:

  • 115 Minuten

Zu sehen:

  • Apple TV, Amazon Prime, Rakuten TV, YouTube

Produktionskosten:

  • 60 Millionen US Dollar

Einspielergebnisse:

  • Fast 151 Millionen US Dollar

FSK:

  • 18 Jahre

IMDb:

  • 6,7/10

Rotten Tomatoes:

  • 88%

Popcornmeter:

  • 64%

 

Stand 05.09.25

 

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Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.

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