von Marc
Willkommen zu Folge 59 im Streamkaffee.
Ein echter Überraschungserfolg.
Als 2018 John Krasinski den Film A Quiet Place für gerade einmal 17 Millionen US Dollar in die Kinos brachte, wäre niemand auf die Idee gekommen, dass ein Film mit so wenig Budget ein solcher Erfolg werden würde, dass es letzten Endes zu drei Teilen kommen sollte. Spätestens nachdem Teil 1, 340 Millionen US Dollar einspielte, war klar, Krasinski hat etwas Einmaliges geschaffen.
Kein Mucks, sonst bist du Tod.
In A Quiet Place befinden wir uns in einer Welt, die der unseren sehr ähnelt. Aber in dieser Welt, ist es Überlebenswichtig, dass man so wenig wie möglich Geräusche macht. Den die Welt wurde von Aliens infiltriert, die zwar nicht sehen könne, dafür aber umso besser hören. Wir folgen dem Alltag der Familie Abbot. Lee, der Vater wird von John Krasinski verkörpert. Die Mutter, Evelyn, wird von Emily Blunt gespielt. Die große Tochter Regan, die Taubstumm ist, spielt Millicent Simmonds und dem mittleren Bruder Marcus, der von Noah Jupe verkörpert wird. Der kleine Bruder Beau wird von Cade Woodward gespielt.
Dieser Alltag besteht aus dem Leben auf der Farm, die die Familie betreibt. Gelegentliche Besuche in der Stadt, die in der Nähe ist, dienen dazu nach Ressourcen zu suchen. Und genau hier treffen wir die Familie das erste Mal. Während alle nach brauchbaren Dingen suchen, findet der jüngste Spross der Familie Beau ein Batteriebetriebenes Spielzeug, dass ihm der Vater direkt abnimmt. Die große Schwester Regan, gibt es ihm heimlich wieder. Das stellt sich wenige Minuten später als riesiger Fehler heraus, denn auf dem Heimweg, den die Familie Barfuß und auf einem Sandweg antritt, geht das Spielzeug los und macht einen Höllen Lärm. Lee rennt auf seinen Sohn zu, kann aber nicht verhindern, dass ein Alien sich seinen Sohn schnappt und mit in den Wald reißt.
Ein Jahr später steht Emily kurz vor der Entbindung eines Kindes. Lee will seinem größeren Sohn einige Dinge beibringen, sehr zum Ärger der Tochter Regan, die glaubt, ihr Vater würde sie dafür hassen, dass sie Beau das Spielzeug damals gegeben hat. Als Lee mit Marcus die Farm verlässt. Kommen Aliens auf die Farm. Die Taubstumme Regan und ihre Mutter müssen sich gegen die Angreifer wehren und gleichzeitig den Vater und Marcus warnen.
Der Vater kann die Familie retten aber zu einem erheblichen Preis. Dennoch ist die Gefahr danach noch nicht gebannt. Regan, die ein Cochleaimplantat benutzt, dass ihr Vater für sie gebaut hat, stellt fest, dass sie die Aliens mit einer Rückkopplung des Gerätes erheblich schädigen und so sich einen Vorteil verschaffen kann. Damit endet der erste Teil.
Wir wissen, wie wir euch besiegen, aber hilft das?
Im zweiten Teil verlässt die Familie die Farm, um in die Stadt zu kommen. Hier finden sie neue verbündetet, aber auch neue Gefahren. Besonders der Ehemalige Nachbar Emmet, der von Cillian Murphy gespielt wird, kommt der Familie zu Hilfe. Regan findet durch Zufall einen Weg, wie sie ihr Wissen nutzen kann, um die Aliens erheblich zu schädigen und eventuell zu besiegen. Ohne die Familie zu informieren, macht sie sich auf den Weg zu einer Radiostation. Emmet, wir von Emily losgeschickt, Regan wieder zu holen, was dieser Widerwillig tut. Die beiden schaffen es zu der Radiostation und Emily kann ihren Plan umsetzten.
Zurück auf Anfang.
Der dritte Teil ist keine Vorsetzung, sondern bringt uns an den ersten Tag der Alien Invasion. Wir folgen der Krebskranken Samira, die von Lupita Nyong ´o gespielt wird. Sie erlebt in New York den Angriff der Aliens. Sie hat nur das Ziel noch einmal eine Pizza zu essen von der besten Pizzeria in New York und trifft dabei auf Eric, der von Joseph Quinn verkörpert wird. Dabei bekommen wir am Ende des Films noch eine Anspielung auf den zweiten Teil der Reihe.
Die Geschichte um die Familie Abbot ist durchweg Linea erzählt. Wir erfahren im Film nur durch Zeitungsausschnitte und Gespräche, was in dieser Welt passiert ist. Das Leben der Familie wirkt im Grunde einfach und langweilig, ist aber jederzeit großer Gefahr ausgesetzt. Spannend und dramatisch, wird uns recht früh im Film bewusst, Geräusche sind tödlich. Leider erfährt man nur sehr wenig über die Aliens, außer dass, was wir wissen müssen. Besonders im dritten Teil, verlieren die Gefahren um die Aliens, ihren Schreckmoment und gerne hätte man hier mehr erfahren, wo die Aliens herkommen, was sie hier wollen und wie man sie besiegen kann. Der dritte Teil ist nicht der Abschluss einer Trilogie, da er als Sequel zu sehen ist. Ein dritter Teil, der an die Ereignisse aus Teil zwei anknüpfen soll, ist in Planung, aber ob dieser je gedreht wird, ist noch ungewiss. Die Story ist durchweg spannend geschrieben und John Krasinski beweist eindrucksvoll, dass man auch mit einem kleinen Budget einen beeindruckenden Film drehen kann.
Die Figuren sind im ersten und zweiten Teil sehr überzeugen. Das mag auch am Cast liegen, der sich Durchaus sehen lassen kann. Millicent Simmonds, die die Tochter Regan spielt ist im Übrigen im wahren Leben Taubstumm. Aus diesem Grund kann sie auch so überzeugen sein in ihrem Spiel. Der dritte Teil verliert leider etwas. Die Figuren sind gut geschrieben und können ebenfalls überzeugen, aber man fiebert nicht so mit den Protagonisten mit, woran das liegen mag, kann man nur mutmaßen. Vielleicht kennt man die Story schon zu sehr und lernt sehr schnell neue Charaktere in dieser Welt kennen, obwohl man eigentlich wissen will, was mit Familie Abbot weiter passiert.
Ein bisschen Monster aus vielen Universen und eine gruselige Stille.
Optisch kann der Film, trotz seines geringen Budgets durchweg überzeugen. Sicherlich wurden alle Szenen an Originalschauplätzen gedreht und CGI wird nur für die Aliens benutzt, die an diverse Monster aus andern Filmen erinnern. Wobei auch für diese Kostüme angefertigt wurden. Dennoch sind Filme sehr Bildgewaltig, das kommt schon durch die Aufnahmen auf der Farm oder auch in New York, das in England nachgebaut wurde. Das
Das absolute Fehlen von Musik und die sehr wenigen Dialoge im Film, zeigen eindrucksvoll, dass die Abwesenheit von Musik, genauso dramaturgisch genutzt werden kann, wie eine imposante Melodie. Im zweiten Teil bekommen wir einige Dialoge mehr und auch ein wenig Musik, was aber zum zweiten Teil passt. Der dritte Teil kann diesen Effekt nicht mehr für sich nutzen und verliert sicherlich auch aus diesem Grund etwas im Vergleich zu den beiden Vorgängern.
Stille die erdrücken kann.
Die Stille im Film ist ein Garant für spannende Momente. Man kann sich nie sicher sein, hat ein Alien jetzt das kleine Geräusch gehört. Oder kommt man noch einmal davon? Die Stille baut so eine extreme Stimmung auf, wie man sie nur in wenigen Filme so von Anfang an spürt. Das Storytelling ist trotz der fehlenden Dialoge so perfekt inszeniert, dass es keiner Worte bedarf. Der Familie in ihrem Alltag zu folgen, wäre in jeder anderen Welt völlig unspektakulär, hier ist es mehr als dramatisch und man schwebt immer am Rande zwischen Grusel und Entspannung. Ein perfekter Film. Der zweite Teil verliert bereits etwas, da die Elemente der Stille durch die deutlich Action lastigere Story weniger sind. Dennoch kann auch der zweite Film perfekt überzeugen, da man mit der Familie und der Hoffnung auf Rettung immer mitfiebert. Im dritten Teil geht leider keins der Konzepte aus dem ersten beiden Teilen auf. Der Film ist ein Action Survival Film, der eher in die Kategorie, kann man mal schauen fällt. Leider erfährt man auch in diesem letzten Teil keine weiteren Details, über die Angreifer. Aber alle drei Teile, bekommen ein klare Empfehlung von uns.
Wie hat euch die A Quiet Place Trilogie gefallen? Lasst gerne euren Kommentar da.
Schnappt euch einen Kaffee oder ein anderes Getränk und hört euch Folge 59, im Streamkaffee an.
Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.
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