von Marc
Willkommen zu Folge 57 im Streamkaffee.
Keine Origin aber ein bekannter Gegner und viel Frisches
The Fantastic Four: First Steps bringt uns die Helden nicht in einer Origin Story näher, schafft es aber gekonnt in den ersten Minuten, die Helden durch eine Talkshow und den Showmaster vorzustellen. Das wirkt sehr frisch und macht Spaß, hält sich aber nicht zu lange mit unnötigen Details auf. Wir erfahren, dass die Fantastic Four, bestehend aus Reed Richards, Susan Storm, Johnny Storm und Ben Grimm auf Erde 828 in einer Retrofuturistischen Welt, die der unsrigen 60er Jahre ähnelt, leben, und auch die einzigen Superhelden auf dieser Erde sind. Trotzdem verfügt diese 60er Jahre Welt über Hochmoderne Technologie.
Die Ankunft einer Frau die komplett aus flüssigem Silber zu bestehen scheint, auf ihrem Surfbrett, verändert das unbeschwerte Leben der Menschen auf Erde 828. Denn die Silversurferin, deren Namen sich später als Shalla-Bal herausstellt, verkündet die Ankunft von Galactus, dem Weltenfresser. Die Helden dieser Erde könnten das nicht verhindern und man solle doch die Zeit, die den Menschen noch bleibt, genießen. Die Fantastic Four, können das natürlich so nicht akzeptieren und machen sich auf den Weg, Galactus entgegenzufliegen. Das nicht alles so verläuft, wie man die Fantastic Four sich das geplant haben, kann man sich denken. Wie und ob die Fantastic Four es schaffen, diesen Gegner zu besiegen, kann man sich aktuell im Kino ansehen.
Keine Komplexe Story, aber ein schönes Drehbuch
The Fantastic Four: First Steps, ist ein Marvel Film, den man als Stand Alone bezeichnen kann. Soll heißen, man braucht keinerlei Vorkenntnisse, was das Marvel Cinematic Universe angeht. Die Prämisse des Films ist auf jeden Fall der Zusammenhalt der Fantastic Four. Die Familie kann durch nichts und niemanden zum Schwanken gebracht werden. Reed Richards ist der Anführer der Fantastic Four, aber Susan Storm, hält die Familie zusammen. Sie ist der Anker dieser vier Menschen. Die Story zeigt uns zunächst das unkomplizierte, ja man kann sagen dem Idealbild der Amerikaner Entsprechende, Perfekte Leben der Fantastic Four näher. Sie leben zusammen in einem Apartment, das Hoch über der Stadt liegt. Diese Perfekte Welt wird durch die Ankunft der Silversurferin durchbrochen und so stehe die Fantastic Four, das erste Mal in dieser Perfekten Welt vor einem fast unlösbaren Problem. Der Kampf gegen Galactus und Shalla-Bal, die Entwicklung der Story und der letztendliche Verlauf, machen Spaß, trotz der Einfachheit der Story. Zu keine Zeit hat man Langeweile und die Zeit vergeht wie im Fluge. Marvel hat bereits mit Thunderbolts* bewiesen, dass sie noch Drehbücher schreiben können und setzten, dass mit The Fantastic Four: First Steps gekonnt fort.
Figuren, die wir bereits kenne, aber die doch anders sind
Die Figuren der Fantastic Four, sind nichts neues in Hollywood. Doch die Filmrechte haben sich geändert. Denn die bisher war 20th Century Fox der Rechteinhaber an den Fantastic Four. Als Disney, 20th Century Fox gekauft hab, sind die Rechte wieder an Marvel zurückgegangen und haben bereits mit Deadpool und Wolverine, den Weg zu einigen Figuren wieder frei gemacht. Darunter fallen auch die Fantastic Four.
Pedro Pascal, der Reed Richards spielt, verkörpert die Figur anders als seine Vorgänger aber doch sehr glaubwürdig. Er spielt die Rolle so, dass seine größte Superkraft, nicht die Flexibilität ist, sondern seine Intelligenz. Aber er ist auch ein wenig der Nerd, der trotz seines umfangreichen Wissens, in der Mitte des Films an seine Grenzen kommt. Er muss einen Plan entwickeln, der weder ihm noch den anderen dreien gefällt. Aber sie Vertrauen Reed und somit kommt wieder die Stärke der vier zum Tragen, der Zusammenhalt.
Während Reed Richards der Anführer ist, ist Susan Storm, das Familienoberhaupt. Susan wird von Vanessa Kirby gespielt, die wir bereits im Film Eden bewundern konnten. (Wir haben darüber in Folge 40 gesprochen) Vanessa Kirby, kann die Rolle der Susan Storm sehr gut ausfüllen und ist interessanter weiße, die erste Schauspielerin, die tatsächlich blond ist, wie die Comicfigur. Sie schafft es Johnny ihren Bruder und Ben mit nur wenigen Worten vom Plan, den Reed sich ausgedacht hat zu überzeugen. Das ist ihre Größte Superkraft. Das Vertrauen der anderen, auch wenn ihrer Fähigkeiten im Verlaufe des Films eindrucksvoll demonstriert werden und wir erfahren, was für unglaubliche Kräfte Susan Storm hat.
Johnny Storm, der von Joseph Quinn gespielt wird, ist ein anderen Johnny, als wir in andern Fantastic Four Verfilmungen bewundern konnten. Denn Johnny ist in anderen Filmen immer der Frauenheld, der Draufgänger. In diesem Film ist er, dass auch, aber nicht so plakativ. Quinn spielt diesen Johnny mit mehr Tiefe. Das liegt auch sicher daran, dass Johnny eine entscheidende Idee hat und sich um diese Sache kümmert, was viel Arbeit für ihn bedeutet. Aber so bekommen wir einen Johnny Storm, der mehr zu bieten hat als eine Menschliche Fackel zu sein. Wir würden fast behaupten, Joseph Quinn hat sich die Figur Johnny Storm zu eigen gemacht.
Die Figur Ben Grimm, die von Ebon Moss-Bachrach gespielt wird, kommt in diesem Film leider ein wenig zu kurz. Er hat eher eine Nebenrolle und aus diesem Grund nicht so viel Präsenz. Das liegt aber auf keinen Fall am Schauspieler. Denn Ebon Moss-Bachrach, spielt Ben Grimm mit viel Leidenschaft und Herz. Er ist für die Familie da, mit allen Konsequenzen. Wir hoffen, sollten wir die Fantastic Four wieder sehen, das Ben Grimm, etwas mehr Screentime bekommt und so Ebon Moss-Bachrach mehr sein Talent zeigen kann.
Sehr beeindrucken ist die Figur Shalla-Bal. Was sicher auch am perfekten CGI für diesen Charakter liegt. Sie wird von Julia Garner gespielt, die zwar wenig Text hat, aber durch ihre Mimik sehr deutlich macht, was sie gerade will. Trotzdem kommt auch die Melancholie der Figur durch, die ihre Gründe hat, was Johnny hilft bei dem Versuch, sie auf die Seiter der Fantastic Four zu ziehen.
Ralph Ineson spielt Galactus. In der Originalversion ist bereits seine Stimme so beeindruckend, dass man nur dadurch eine Ahnung der Macht von Galactus bekommt. DA die Figur aber eher durch die Größe behäbig wirkt, ist das Spiel von Ineson eher steif, was ganz klar an der Rolle liegt.
Handgemacht und CGI, Marvel kann noch zaubern
Die ganze Welt von Fantastic Four: First Steps sieht unglaublich schön aus. Die Kulissen sind so gut in Szene gesetzt, dass man wirklich Spaß dabei hat, diese Welt zu erkunden. Das geht los bei dem Apartment der Helden, über das Filmstudio mit seinem Moderator bis hin zum Scenestealer H.E.R.B.I.E., dem kleinen Roboter der Fantastic Four. Am beeindruckendsten ist sicherlich Shalla-Bal, die selbst in den Nahaufnahmen so perfekt aussieht, wie wir lange kein CGI mehr bei Marvel gewohnt sind. Trotzdem hat auch dieser Film das ein oder andere Mal Szene, die nicht so perfekt aussehen, was aber unserer Meinung nach, jammern auf hohem Niveau ist. Denn auch Ben Grimm sieht so gut aus, dass man gerne mal die ein oder andere Szene, in der vielleicht nicht so viel Geld ausgegeben wurde für das CGI, gerne übersieht, wenn diese nicht so perfekt ist. Dafür sind die Requisiten so schön gestaltet, dass selbst hochmoderne Gerätschaften wie 60er Jahre Geräte aussehen. Ein Plattenspieler, lässt sicherlich das Herz der älteren Generation, die sich diesen Film ansieht, höher schlagen.
Perfekter Soundtrack den man gerne nach dem Film anhört
Die Musik finde ich Brillant eingesetzt. Wenn Filme es schaffen, Musik so On Point einzusetzen, dass sie so präsent wie in diesem Film ist, dann muss die Musik sehr gut passen. Das tut sie absolut. Man nimmt sie in den Szenen so sehr wahr, dass ihre Abwesenheit ein richtiger Störfaktor wäre.
Marvel, es geht doch wenn ihr wollt
Mit Thunderbolts* hatten bereits viele Fans, die Hoffnung es gehe wieder aufwärts mit Marvel. Und mit The Fantastic Four, kann dieser Trend gehalten werden. Man kann noch so einiges Verbessern, aber es wäre jetzt ungerecht, nachdem in der Vergangenheit so viel falsch gelaufen ist, die deutliche Verbesserung mit zu viel Kritik schlecht zu reden, weil man in den Krümel sucht. Der Film macht mehr richtig als er falsch macht, die Fantastic Four könnten ein kleiner Neustart in das MCU für Menschen sein, die bisher sich nicht mit Comics beschäftigt haben. Durch die neue und frische Story sind die bisherigen Handlungsstränge im MCU völlig unrelevant für dies Story. Sicherlich werden die Fantastic Four im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen im jetzt bekannten MCU aber wie sie dahin kommen, kann nur vermutet werden. Wir sind auf jeden Fall positiv gestimmt und empfehlen, schaut den Film im Kino an, denn für das Kino sollten Filme gemacht werden.
Darsteller:
- Pedro Pascal
- Vanessa Kirby
- Joseph Quinn
- Ebon Moss-Bachrach
- Ralph Ineson
- Julia Garner
Regie :
- Matt Shakman
Drehbuch:
- Josh Friedman
- Eric Pearson
Filmstudio:
- Marvel Studios
Erscheinungsjahr:
- 2025
Länge:
- 114 Minuten
Zu sehen:
- aktuell im Kino
Produktionskosten:
- 180 Millionen US Dollar geschätzt
Einspielergebnis:
- erwartet werden 450 Millionen US Dollar
FSK:
- 12 Jahre
Rotten Tomatoes:
- 88%
Popcornmeter:
- 92%
Stand 25.07.25
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Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.
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