von Marc

Willkommen zu Folge 56 im Streamkaffee.

Neustart oder völliges Desaster?

 James Gunn hat vor einiger Zeit das DCU übernommen. Sein Auftrag, das DCU in neue Bahnen zu lenken und wieder Erfolgreiche Filme und Serien für das Universum zu produzieren. Von James Gunn kamen bereits Aussagen wie, es würde kein Film gedreht, bevor ein gutes Drehbuch fertig sei. Eine große Fallhöhe, die James Gunn sich da selbst gegeben hat. Bisher sind unter der Leitung von Gunn die Serien Peacemaker, die bereits die zweite Staffel bekommt und Creature Commandos entstanden.

Jetzt bekommen wir mit Superman den ersten Kinofilm geliefert, der bereits bei den ersten Trailern, zu vielen Diskussionen führte. Man hat sich über das CGI, die Optik von Superman, die vielen Charaktere und und und unterhalten. Viel Platz zum Spekulieren, ohne auch nur eine Szene im Film gesehen zu haben. Seit dem 10.07.2025 können wir das ganze Werk ansehen.

Worum geht es in Superman?

Der Film führt uns direkt in die Handlung rein. Wir erfahren diverse Dinge, die auf der Erde seit 300 Jahren stattfinden. Zum Ende dieser Titelsequenz, bekommen wir einen Verletzten Superman zu sehen, der zum ersten Mal besiegt wurde. Bereits hier merkt man, dass der Film anders sein wird, wie die bisherigen Superman. Superman steht in Kritik, im Alleingang in Borovia einmarschiert zu sein und Einfluss auf den Angriff Borovias auf das Nachbarland Jarhanpur genommen zu haben. Superman tat dies alles im Glauben, das Richtige zu tun. Als Konsequenz, wird er vom Hammer von Borovia angegriffen, der ihn sogar besiegen kann.

Lex Luthor, der den Hammer von Borovia geschaffen hat um Superman zu diskretitieren, kann in die Festung von Superman eindringen und eine Inkomplette Nachricht der Eltern von Superman komplettieren. In der Vollständigen Nachricht, die Superman nie gehört hatte, wird Superman von seinen Eltern aufgefordert, die Menschen zu regieren und sich einen Harem zu nehmen. Damit ist der Ruf von Superman komplett ruiniert. Er stellt sich den Behörden und wir von Lex in ein Taschenuniversum gesperrt. Mit Hilfe von Lois, Mr. Terrific, der Teil der Justice Gang ist und diversen anderen Charakteren, kann Superman seinen Namen reinwaschen und die Pläne von Lex Luthor durchkreuzen.

Es muss nicht immer eine Origin Story sein!

Wir bekommen im neuen Superman, der von David Corenswet gespielt wird, keine Origin Story. Oft genug, haben die Fans geschimpft, dass man nicht immer alles neu Erzählen muss. Die Geschichte von Superman sollte bekannt sein. James Gunn tut genau dies. Er geht davon aus, dass die Story bekannt ist. Aber trotzdem bekommen wir immer wieder kleine Hinweise und Kommentare geboten, die uns den Kontext bieten, um die Origin Story zu verstehen. Das ist geschickt eingearbeitet und auf keinen Fall störend. Aber wir bekommen einen Storyark, der nicht oft erzählt wurde. Die Eltern von Kal – El wollten, dass ihr Sohn die Erde regiert und nicht den Menschen dient. Das gab es im Film bisher noch nicht, aber in den Comics, kann man diese Story tatsächlich finden. Wir bekommen einen Superman, der mehr Mensch sein möchte, als andere ihn sehen. Den für alle Menschen, wirkt er wie ein Gott. Und genau das ist die Prämisse des Films. Superman möchte nur, als Mensch akzeptiert werden. Er will Teil dieser Erde sein und seine Fähigkeiten dem Guten widmen. Das kann man in diverse Szene sehen, in denen er z.B. einem Gegner hilft, der Bewusstlos ist und gegen das Aufschlagen auf den Boden schützt. Oder ein Eichhörnchen, das er vor dem Sicheren Tod rettet. Superman möchte einfach Gutes tun und das auch auf Kosten des Sieges, sollte das nötig sein. Das macht ihn doch menschlicher als je zuvor.

 Ein Lex, eine Lois und wer ist Mr. Terrific?

 Lex Luthor, der von Nicholas Hoult gespielt wird, kann die Rolle gut ausfüllen. Er spielt mit einem fanatischen Neid und Hass auf Superman, dass man Nicholas Hoult sofort glaubt, er würde Superman wirklich hassen. Sein Plan wirkt am Ende sehr leicht durchschaubar, ist aber in seiner Einfachheit so gut, dass er auch hätte funktionieren können. Denn bisher war Superman immer ein Einzelkämpfer, was er in diesem Film nicht ist. Lex Luthor rechnet nicht damit, dass Superman auch Freunde hat, die ihn unterstützen. Nicholas Hoult kann als Lex absolut überzeugen und zeigt uns wieder einmal, warum er im Moment einer der beliebtesten und besten Schauspieler unserer Zeit ist.

Rachel Brosnahan die Lois Lane verkörpert, spielt eine Lois, die nicht im Schatten von Superman steht. Im Gegenteil, eine so Taffe und Selbstbewusste Lois haben wir bisher selten gesehen. Sie ist Knallhart als Reporterin, sogar ihrem Freund Clark Kent, bzw. Superman gegenüber, den sie in einem Interview mit voller Härte befragt. Auch wenn das fast die Beziehung zwischen den beiden kostet. Sie ist es schließlich auch, die losgeht, um Superman zu retten. Rachel Brosnahan kann als Lois absolut überzeugen und füllt die Rolle gut aus.

Wer ist Mr. Terrific? Er wird von Edi Gathegi gespielt und ist eine echte Überraschung im Film. Zunächst geht er in der Justice Gang etwas unter, man versteht nicht genau, was er für Fähigkeiten hat. Aber im Verlauf des Films, nimmt er eine wichtige Rolle ein und wir können erkennen, dass er ein großes Wissen hat und sein Wissen nutzt, um jede Menge Gimmicks zu bauen, die ihm im Kampf helfen. Superheldenfähigkeiten im Klassischen Sinne, scheint er nicht zu haben. Auf jeden Fall ist der Charakter ein interessanter und man kann nur hoffen, von ihm in Zukunft mehr zu sehen.

Muss es eine Rote Unterhose sein?

 Die Optik des Films, kann sich sehen lassen. Wir haben natürlich eine CGI Schlacht, die aber wirklich gut aussieht. Die Optik von Superman wurde bereits seit dem ersten Trailer heiß diskutiert. Aber die rote Hose über dem Anzug, ist Comicakkurat und kann doch nicht ernsthaft von Fans kritisiert werden. Ja der Anzug an sich ist vielleicht ein wenig To Much, aber das wäre dann wohl die Freiheit des Kostümbildners gewesen. Und wollen wir uns über Details eines, ansonsten Comicakkuraten Kostüms unterhalten? Die Kulissen und Bauten wirken sehr realistisch und im Grunde gibt es an der Optik nur wenig zu meckern.

Das Superman Theme in diesem Film passt sehr gut zur Stimmung des Films. Und wenn Superman in den Himmel fliegt, um seine Angreifer und Naninten loszuwerden, bekommt man schon die ein oder andere Gänsehaut, wenn die Musik uns Emotionalität auf Akustischer Ebene näher bringt.

 Weltweit beliebt, in Deutschland verrissen.

 Der neue Superman von James Gunn mit David Corenswet in der Hauptrolle musste sich schon beim ersten Trailer mit einer großen Kritikermenge anfreunden. Dieser Umstand ist leider immer öfter gegeben. Filme werden, ohne auch nur eine Minute gesehen zu haben, dermaßen schlecht geredet, dass man sich fragen muss, was soll das? Ein Trailer ist doch nur ein Appetithappen. Und würde man ein Hauptgericht an der Vorspeise messen? Wohl eher nicht. Vielleicht sollten wir die Arbeit der Regisseure und Drehbuchschreiber wieder mehr zu würdigen wissen? Das soll nicht heißen, dass man keine Kritik äußern darf, aber im Falle von Superman ist es bereits wenige Tage nach Kinostart zu erkennen, dass die Welt den Film offenbar mag. Nur in Deutschland wird der Film von vorne bis hintern Kritisiert.  Woran mag das liegen? Sind deutsche Kritiker einfach genauer, gründlicher exakter in ihren Analysen? Oder sind deutsche Kritiker einfach zu penibel, auf negative Kritik aus, da es Klicks im Internet generiert? Wir wissen es nicht. Aber im Falle von Superman ist so manche Kritik einfach unfair. Denn der Film hat mehr Tiefe und ist Comicnäher als so manch anderer Superman der Letzen Jahre. Auch wir mögen Man of Steel, aber Henry Cavill spielt Superman eben nicht mehr. Soll man aus diesem Grund David Corenswet boykottieren? Wenn wir Filme aus Emotionalen Grunde anfangen zu boykottieren, sie weniger Geld einspielen als die Macher erhofft haben, dann steht den Studios weniger Geld zur Verfügung für neue Projekte. Wollen wir als Filmfans das? Sicherlich nicht. Kritik ja, wenn sie angebracht ist, aber nicht nur um der Kritik willen. In Superman funktioniert nicht jeder Gag, aber über so manchen kann man lachen oder zumindest grinsen. Die Story ist nicht die allerbeste, aber sie ist auf keinen Fall eine Katastrophe. Und das Superman menschlicher sein will, das ist doch eine schöne Botschaft, für diese Figur. Also lasst David Corenswet´s Superman hoch fliegen, auf dass er uns tolle Filme im neuen DCU bringt. Denn die Hoffnung für eine gute Entwicklung ist seit diesem Film wieder da.

Wie hat euch Superman gefallen? Lasst gerne euren Kommentar da.

Schnappt euch einen Kaffee oder ein anderes Getränk und hört euch Folge 56, im Streamkaffee an. Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.

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