Jurassic World: Rebirth

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von Marc

Willkommen zu Folge 55 im Streamkaffee.

Jurassic World: Rebirth ist der siebte Film des Franchises, das von Gareth Edwards nach dem Drehbuch von David Koepp inszeniert wurde. Davie Koepp hatte bereits das Drehbuch des ersten Jurassic Park von 1993 geschrieben. Gareth Edwards konnte durch diverse Filme begeistern, darunter der Überraschungserfolg Creator. Das Duo sollte somit eine sichere Bank für einen guten Neustart der Jurassic Reihe sein.

Zu Beginn des Films erfahren wir, dass die Dinosaurier, die sich im letzten Teil auf der ganzen Welt verbreitet hatten, weitestgehend an den Äquator zurückgezogen haben. Das Klima der Erde ist für die Tiere offenbar nicht geeignet, nur in der Nähe des Äquators, ist es noch so wie zu Zeiten der Dinosaurier. Für das Gebiet gilt auf Grund der Gefahren  ein Reiseverbot.

In einem Backflash bekommen wir einen Einblick in die Forschungseinrichtung auf der Insel Saint Hubert im Pazifik vor 17 Jahren. Hier wird an Mutationen der Dinosaurier geforscht. Durch die Unachtsamkeit eines Mitarbeiters, kann der s.g. D-Rex aus seinem Gehege ausbrechen.

Martin Krebs, der von Rupert Friend gespielt wird, engagiert die Söldnerin Zora Bennett, gespielt von Scarlett Johannson um an Blutproben der größten zu Land, zu Wasser und in der Luft lebenden Dinosaurier zu kommen. Mit dem Blut sollen Medikamente entwickelt werden, die das Leben bei Herzerkrankungen massiv verlängern sollen. Da sich diese großen Tiere nur in Äquator Nähe aufhalten, ist die ganze Sache als illegal einzustufen. Dr. Henry Loomis, soll die Gruppe als Paläontologe begleiten und als Wissenschaftlicher Berater unterstützen.

Zu den dreien, gesellen sich noch diverse andere Söldner, unter anderem Duncan Kincaid, der von Mahershala Ali gespielt wird. Bevor man die Insel erreicht, auf der Proben genommen werden sollen, muss noch eine Familie vor dem ersten zu Wasser lebenden Giganten gerettet werden, die von da ab, die Gruppe begleitet.

Ob und wie die Gruppe es schafft die Proben zu nehmen, erfahrt ihr aktuell im Kino, oder könnt ihr in unserer Besprechung zum Film anhören.

Wer hat Angst vor größeren und hässlicheren Dinosauriern?

Die Story bietet nicht wirklich etwas Innovatives, was insgesamt sehr schade ist. Mit David Koepp hatte man sich den Drehbuchschreiber des Original Filmes geholt. Vielleicht liegt es daran, dass nur der erste Film eine Romanvorlage nach Michael Crichton hatte, oder dass der erste Film zu einer Zeit in die Kinos kam, in der Dinos noch cool waren. Aber leider kann der siebte Teil des Franchises nicht an den ersten Film heranreichen. Viel zu oft bekommen wir Verweise auf das Original, da drängt sich der Vergleich einfach auf. Ein Easteregg jagt das nächste und hierbei ist die grandiose Musik aus dem ersten Teil, noch das Beste daran. Die Dinosaurier wurden durch die Mutationen zwar größer und hässlicher als je zuvor, was aber nicht mehr Spannung erzeugt. Etwas spannend wird die Sache als die erwähnte Familie sich eines Tyrannosaurus Rex erwehren muss. Diese Szene konnte Nervenkitzel erzeugen, ist aber leider eine der wenigen guten Momente des Films. Die Gruppe befindet sich ungefähr 2 Tage auf der Insel, es wirkt aber durchweg so, als wären wir in zwei Stunden über die Insel gerannt, hätten die Proben alle geholt und auf geht es, nach Hause. Zumindest die Überlebenden. Der Film bietet auch diverse Logiklöcher, denn z.B. hat die Gruppe keinen Waffen zu Verfügung, obwohl das Boot, mit dem sie angekommen sind, mit der Gruppe am Strand steht. Da muss man sich fragen, sind sie ohne Waffen los, oder warum haben sie keine? Die Story wirkt wie eine aufgewärmte Suppe, die leider schon zu oft warm gemacht wurde und den Biss verloren hat. Sehr schade, dass hier viele Möglichkeiten liegen geblieben sind.

 Ein bekannter Cast ohne viel Bedeutung.

Der Cast kann sich durchaus sehen lassen, aber große Namen sind kein Garant für ein guten Film. Scarlett Johannson die sonst in ihren Filmen sehr brillieren kann, hat in Jurassic World einen doch recht flexiblen Charakter, was die Moral angeht. Zunächst ist eine Rettung der Familie unumgänglich und wichtiger als die Extrahierung der Proben, was später am Strand der Insel nur noch eine Untergeordnete Rolle spielt. Zora flirtet regelmäßig mit Dr. Loomis, was eine Preusdoromanze und für einen Fremdschäm Moment nach dem nächsten sorgt. Das Flirten der beiden Charakter wirkt durchweg Grotesk und man kann wirklich nicht sagen, für was dieser Part geschrieben wurde, da er keinerlei Relevanz hat. Dr. Loomis Rolle selbst ist ebenfalls nicht von Belang. Ob er bei diesem Abenteuer dabei wäre oder nicht, ist völlig irrelevant. Zunächst wirkt er wie der Nerd, der ein wenig Hilflos ist, um später sich in einen Mini Indiana Jones zu verwandeln, was aber nicht überzeugen kann. Die Familie wurde eingeführt, um auf der Insel noch einen spannenden Part einzubauen, was im Falle des T-Rex auch gelingt. Sie trifft aber immer wieder Entscheidungen, die nicht zu verstehen sind und überhaupt keinen Sinn machen. Ja im Gegenteil sogar ihnen nur mit etwas Glück nicht das Leben gekostet haben. Duncan der von Mahershala Ali verkörpert wird, ist der Charakter, der ein wenig Tiefe bekommt. Mahershala Ali schafft es Duncan so souverän und überzeugend zu spielen, dass er der Glanzpunkt der Story ist. Leider gelingt ihm dies nicht durchweg.

Hässliche Dinos, aber gute Optik.

Die Dinosaurier sind auf Grund der Mutationen natürlich optimiert worden und demzufolge auch hässlicher. Oder haben Flügel bekommen, mit denen sie im Grunde gefährlicher wirken sollen, würden die eigenen Flügel nicht in einigen Situationen stören. Besonders stich hier der Distortus Rex heraus. Distortus ist lateinisch und bedeutet so viel wie verzerrt, entstellt oder deformiert, was auf das Aussehen des D-Rex hinweist. Aber ist er aus diesem Grund bedrohlicher? Sicherlich nicht. Die Dinosaurierszene sind durchaus optisch ansprechend, wenn man mal die erste Szene mit dem Mosasaurier rausnimmt. Denn in dieser ersten Szene sieht der Mosasaurier wie eine schlechte Montage der 80er Jahre aus. Aber insgesamt wirken die Tiere sehr realistisch. Und auch die Kulissen sind sehr gut gelungen. Optisch kann der Film wirklich was bieten. Nur bei einigen Szenen wirkt der Hintergrund wie verschwommen und das wundert dann doch etwas, da es viele vor Ort Aufnahmen gibt. Zumindest auf der großen Leinwand, ist das dann leider doch etwas störend. Die Musik passt gut zu einem Abenteurer wie diesem. Besonders schön, dass man das alte Theme aus dem ersten Jurassic Park herangezogen hat und es auch nicht so verändert, wurde das man es nicht mehr erkennen könnte.

Jurassic World: Rebirth hat uns insgesamt leider enttäuscht. Den Film muss man einfach mit dem Original vergleichen, das es sich geradezu aufdrängt. Und in diesem Fall kann man nur sagen es ist nicht gelungen die Faszination, die 1993 der erste Film in die Kinos brachte zu wiederholen. Wir sind gespannt was da noch kommen wird und ob wir das Aussterben der Dinos, zum zweiten Mal erleben.

Wie hat euch Jurassic World: Rebirth gefallen? Lasst gerne euren Kommentar da. Schnappt euch einen Kaffee oder ein anderes Getränk und hört euch Folge 55, im Streamkaffee an. Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.

 

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