von Marc
Die Fortsetzung der Fortsetzung
Mit 28 Years Later, haben wir letzte Jahr eine lang erwartete Fortsetzung, für eine Kultreihe erhalten. Der Film konnte uns damals nicht wirklich begeistern, was aber auch an unseren Erwartungen gelegen hat. Jetzt konnten wir direkt zu Beginn des neuen Jahres, die Fortsetzung zu 28 Year Later, mit dem Zusatztitel The Bone Temple, sehen. Wir folgen zunächst wieder dem jungen Spike, den wir bereits aus dem letzten Teil kennen. Er wurde in den letzten Szenen aus Teil drei von einer ungewöhnlichen Gruppe vor einer Horde Zombies gerettet. Obwohl er direkt in der ersten Szene von The Bone Temple, sich den Platz in der Gruppe der Jimmy´s erobern muss, ist er im Verlauf des Films eher eine Figur im Hintergrund. Die Jimmy´s werden von Jimmy Crystal angeführt, der seine „Finger“ mit harter Faust führt. Sieben Finger sind sein Ziel und jeder der sich bei einem Kampf auf Leben und Tot, den Platz verdient hat, bekommt den Namen Jimmy. Spike schafft das brutale Aufnahmeritual durch einen Zufallstreffer gegen seinen Gegner und überlebt den Kampf auf Leben und Tot so durch etwas Glück. Dr. Ian Kelson bekommen wir auch wieder zu sehen und erhalten mehr Einblick was seine Experimente mit dem Alpha Zombie Samson angeht, den wir auch aus dem letzten Film kennen. Das Verhältnis der beiden zueinander wirkt sehr überraschend und bietet den Interessantesten Part des Films. Die beiden Gruppen treffen im letzten Drittel aufeinander, was zu einer überraschenden Entwicklung führt. Das Dr. Kelson dabei kurz vor den letzten Ereignissen im Film eine bahnbrechende Entdeckung gemacht hat, ist mit dem Verlauf des Films umso dramatischer.
Eine Interessante Storyline mit spannenden Charakteren
Nachdem wir über den 3. Teil der Reihe, 28 Years Later etwas enttäuscht waren, sind wir umso überraschter über den 4. Teil. The Bone Temple schafft es uns eine Geschichte in dieser Welt zu erzählen, die es in Zombie Filmen so noch nicht gab. Spannend sind die menschlichen Aspekte des Films, denn mit der Gruppe der Jimmy´s, bekommen wir die düstersten Seiten der Menschlichkeit zu sehen, die in ihrer Abartigkeit nur in eine Apokalypse zur Normalität werden kann. Und wir sehen Dr. Ian Kelson, der sich seine Menschlichkeit bewahrt hat und ein Wohltäter für alle Lebewesen in dieser Welt ist. Seine Forschungen ist eine der interessantesten Storylines des Films und bietet ein großes Potential für eine Fortsetzung der Reihe, die laut den Machern mit dem 5. Teil zum Ende kommen soll. Der Zombie Samson, der im Übrigen der einzige Zombie der Filmgeschichte ist, der einen Namen bekam, bietet durch die Forschung von Dr. Kelson einen neuen Part der Apokalypse. Diesen Charakter können wir hoffentlich auch in der Fortsetzung wieder sehen. Eine weitere Rolle, die im Verlauf des Films von zentraler Bedeutung wird, ist die junge Jimmy Ink, sie beobachtet die Jimmy´s und zweifelt an dem Vorgehen von Jimmy Crystal. Ihre aufkeimende Rebellion, wird im Finale des Films, der Gamechanger und bietet Möglichkeiten, diese Figur in der Fortsetzung neben Spike, wieder zu sehen. Zum Schuss bekommen die Fans noch das, was die Fans sich gewünscht haben. Cillian Murphy hat einen kleinen Cameoauftritt, der darauf schließen lässt, dass seine Rolle im nächsten Teil eine größere Rolle spielen könnte.
Überzeugt durch Optik und ein gutes Drehbuch
Die Optik des Films konnte uns absolut überzeugen. Die Ödnis der Landschaft entspricht einer Gegend, in des es so gut wie keine Zivilisation mehr gibt. Die wenigen Menschen, die es noch gibt, können der Natur nicht mehr trotzen und wollen dies auch nicht, da das eigene Überleben elementar geworden ist. Umso überraschender ist die Gruppe der Jimmy´s die mit ihren auffälligen Trainingsanzügen und den blonden Perücken heraussticht. Dieser Kontrast zwischen dem unauffälligen Leben der gemäßigten Protagonisten und den Jimmy´s bietet eine farblichen Kleks in der tristen Landschaft, dem man aber eigentlich lieber aus dem Weg gehen sollte. Der Horror steht nicht im Fokus des Films und wird eher dezent eingesetzt. Wenn er aber da ist, dann sind die Szenen sehr brutal und mit FSK 18 absolut nichts für schwache Nerven. Der Soundtrack, bietet die atmosphärische Untermalung des Films, ohne dabei aufdringlich zu sein. 28 Years Later: The Bone Temple, ist kein klassischer Horrorfilm, und bietet mehr Tiefe als die sonst Genreüblichen Zombiefilme, was sicher an dem guten Drehbuch liegt. Die Frage: „wer ist schlimmer, der Mensch oder die Zombies“, steht hier im Vordergrund.
Was haltet ihr von 28 Years Later: The Bone Temple? Lasst es und doch wissen.
Schnappt euch einen Kaffee oder ein anderes Getränk und hört euch Folge 86 im Streamkaffee an. Viel Spaß wünschen euch euer Jörg und Marc.
Darsteller:
- Ralph Fiennes
- Jack O’Connell
- Alfie Williams
- Erin Kellyman
- Chi Lewis-Parry
- Emma Laird
- Erin Kellyman
- Maura Bird
- Robert Rhodes
- Sam Locke
- Ghazi Al Ruffai
- Connor Newall
- Cillian Murphy
Regie:
- Nia DaCosta
Drehbuch:
- Alex Garland
Filmstudio:
- Columbia Pictures, DNA Films, Decibel Films
Erscheinungsjahr:
- 2026
Länge:
- 109 Minuten
Zu sehen:
- im Kino
Produktionskosten:
- 64 Millionen US Dollar
Einspielergebnisse:
- Bisher ca. 31 Millionen US Dollar
FSK:
- 18 Jahre
IMDb:
- 7,8 / 10
Rotten Tomatoes:
- 95 %
Popcornmeter:
- 88 %
Stand 25.01.26
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